Prof. Thomas Hartmann

Klasse für Freie Malerei

Gerhard Eichinger, Zwei gehen 14 - 17, Maße variable, Acryl auf Plexiglas, 2016

Elena Schekeler, Kham, 2016, Fotografie/Phorex, Installation (10-tlg.), diverse Materialien

Johannes Listewnik, Palmen aus Plastik, 2017, Acryl auf verschiedenen Stoffen, 79 x 133 cm

Katharina Kraus, Weiße Pracht, 2016, 340 x 140 cm, Acryl auf Nessel

Marco Stanke, Kollektiv, Bender-Schwinn-Projekt, Raumansicht

Nadja Schmidt, Fehler, 2015, Acryl auf Papier, 330 x 330 cm

Philipp Zörndlein, o.T., 2014, Mischtechnik, 100 x 120 cm

Stella Refle, ohne Titel, 2014, Keilrahmen, Tusche auf Leinwand, 41 x 27 cm,

Ulrich Kainder, Earth covers Earth, 2016, Mischtechnik auf Leinwand, 200 x 150 cm;
Aû j· pojedu, 2016, Mischtechnik auf Leinwand, 160 x 200 cm

Von Anbeginn der Menschheit war die Malerei eine der wenigen Möglichkeiten, sich mitzuteilen. Für mich ist die Malerei die »Königsdisziplin« in der Bildenden Kunst, weil sie tief in den Menschen verwurzelt ist. Sie kann wild, schlampig, pompös, genau oder verschwommen sein, aber sie kommt nur aus dem Arm des Schaffenden. Malerei ist ohne große technische Hilfsmittel möglich – alles was man benötigt, ist vorhanden und unmittelbar.

 

Jeder Maler geht mit Erfahrungen und Wahrnehmungen in seiner charakteristischen Weise um. Über meine Arbeit zu sprechen, gelingt mir am ehesten aus der Vogelperspektive. Mit Abstand betrachtet, kann ich darüber reden. Ein Werk lässt sich kaum mit Willenskraft herstellen, und es ist schwer, die Kräfte zu benennen, die einen befähigen, Bilder zu malen. Hauptsächlich zwei widersprüchliche Sehweisen, die Weit- und die Nahsicht, die nicht zu vereinen sind, halten mich in Bewegung, weil ich keinen angemessenen Abstand zu meinen Bildern finde. Die Lust an Veränderungen, möglichst keine Wiederholungen, treibt mich an und hält meine Arbeit im Fluss.

 

Alle Eindrücke verschwimmen im Inneren zu einem möglichen Bild. Der Inhalt besteht aus dem, was die Bewegungsmöglichkeit des ausgestreckten Armes, der den Pinsel auf der Leinwand führt, an Spuren hinterlässt und dadurch die Eigenart einer Handschrift vermittelt.

 

Das Wichtigste beim Malen ist es, eine Entscheidung zu treffen. Sie steht immer wieder für den Anfang. Die Schwierigkeit besteht darin, sich stets wieder losreißen zu können, um zu neuen Bildern zu gelangen. Und trotzdem wird nie ein Bild verloren gehen, denn ein neues vereint die Erfahrungen aller bisher gemalten Bilder.

 

Wer den Weg des Gestalterischen und Schöpferischen einschlägt, ist näher an bestimmten Erkenntnissen als in anderen Berufen. Lehrende und Lernende sind in diesem Sinne gleich. Es ist wie in der Fotografie, wo der Film zwar belichtet, aber noch nicht entwickelt ist. Beim Entwickeln kann der Lehrende zur Seite stehen, auf die verschiedenen Stufen eingehen und anschließend das Erlernte fixieren helfen. Etwas als Künstler zu entdecken, ist schön, aber man muss die eigene Arbeit verstehen lernen, um sie im eigenen Sinne weiterentwickeln zu können.

 

Die Akademie ist kein Elfenbeinturm, sondern ein geschützter Raum für eine gewisse Zeit, und man muss den Studierenden Zeit lassen. Die Künstler brauchen Mut und Selbstvertrauen. Vor allem aber müssen sie arbeiten. Es geht hier um Selbstwirken und Gestalten, nicht um die Selbstverwirklichung. Ein brauchbares Bild zu malen, erfordert eine enorme Anstrengung. Nur wer arbeitet, kann finden. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass eine regelmäßige Atelierarbeit schon während des Studiums übt, um später allein bestehen zu können.

 

Künstler scheitern nicht an den Bedingungen des Kunstmarktes – damit umzugehen, ist natürlich auch sehr wichtig –, sondern fast immer an sich selbst. An der täglichen Arbeit im Atelier: sich nicht zu wiederholen, aus sich selbst zu schöpfen. Mein Wunsch für das künstlerische Leben der jungen Maler ist, dass sie in der Lage sind, eigene Methoden und Gedanken im Malprozess variieren und relativieren zu lernen.

 

Das erfordert eine im Kern gefestigte, künstlerische Haltung, die ich versuche, ihnen zu vermitteln. Bei der Auseinandersetzung mit der Kunst lernt man nicht nur gewisse Sachverhalte und Techniken, man übt auch Fähigkeiten und Methoden, sogar Haltungen ein. Man verändert seine Einstellung gegenüber der sozialen und kulturellen Welt, nicht zuletzt die Einstellung gegenüber sich selbst. Ich denke, die Kunst hat etwas mit dem Bedürfnis zu tun, an unsere Grenze zu gehen.

 

Deshalb ist für mich ein Fundament sehr wichtig und ich möchte jedem Studenten ein gutes Fundament geben, auf dem er seine eigenen Vorstellungen aufbauen kann. Wie sich jemand äußert, ist sekundär; die Bemühung um die Sichtbarmachung eines eigenen Weges, das ist es, was ich mit den Studierenden erreichen möchte.

 

 

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freie und angewandte Kunst, Aufbaustudiengänge

Das Studium an der AdBK Nürnberg ist im Klassenverband organisiert, der alle Studierende unabhängig ihrer bereits absolvierten Semester eint. Die durchlässigen Klassenstrukturen ermöglichen den Studierenden im Rahmen der Lehre eine freie und selbstständige Entwicklung. Im offenen Diskurs werden die geschaffenen Werke der Studierenden zu regelmäßig stattfindenden Klassentreffen besprochen und diskutiert.
 

Die Fachrichtungen an der AdBK Nürnberg teilen sich in angewandte und freie Bereiche auf. Während die Klassen für Freie Kunst / Gold- und Silberschmieden und Grafik-Design / Visuelle Kommunikation zu den angewandten Künsten zählen, gehören die übrigen Klassen der freien Kunst an. Das Lehramtsstudium Kunst als Doppelfach kann in allen freien Klassen absolviert werden.
 

Mit dem postgradualen Studiengang „Künstlerisches Handeln im öffentlichen Raum“ bietet die AdBK Nürnberg eine weiterführende Ausbildung an, die sich an Interessenten mit einem bereits abgeschlossenem Studium richtet.

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