Kerstin Stakemeier

Professorin für Kunsttheorie und -vermittlung

Kerstin Stakemeier (*1975) lehrt seit Beginn der 2000er Jahre in den Bereichen politische, kunst-, kultur- und Medientheorie,  Kunstgeschichte und zu Themen künstlerischer und politischer Theorie und Praxis sowie modernen, postmodernen und Gegenwartsgeschichten der Ausstellungspraxis (u.a. an der Freien Universität Berlin, der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität der Künste Berlin und der Leuphana Universität Lüneburg). Von 2012 bis 2015 war sie als Juniorprofessorin für Medientheorie und Bildwissenschaft am cx centrum für interdisziplinäre studien an der Akademie der Bildenden Künste München tätig, wo sie mit Susanne Witzgall Jahresprogramme zu „Neuen Materialismen“, „Fragilen Identitäten“ und zuletzt zur „Gegenwart der Zukunft“ realisierte.

 

Stakemeier studierte in den 1990er Jahren zunächst Politikwissenschaften in Bremen und Berlin und anschließend Kunstgeschichte in Berlin und London. 2010 promovierte sie über „Entkunstung – artistic models for the end of art“ am University College London und war 2009/2010 Researcherin an der Jan van Eyck Academie (Maastricht) zum Thema „Realisms in (Contemporary) Art“.

 

Außerdem arbeitete sie in verschiedenen (nicht)kommerziellen Institutionen der Gegenwartskunst und kommerziellen Galerien. Unter anderem war sie am Kunstverein in Hamburg, dem Museum für Gegenwartskunst Basel und dem nbk Berlin tätig. 2007/2008 initiierte sie in Hamburg den "Aktualisierungsraum" in Hamburg (mit Nina Köller), einen nichtkommerziellen Ausstellungsraum zur Aktualisierung und Vermittlung unrealisierter Vergangenheiten mit Künstler_innen, Musiker_innen, Performer_innen und Theoretiker_innen und (ko)kuratierte eine Reihe freier Ausstellungen. Seit Mitte der 2000er schreibt sie regelmäßig für Kunstmagazine wie Texte zur Kunst, Springerin, Afterall, May und zuletzt Artforum und October.

 

Die fortgesetzte Kollaboration mit Anderen – in Forschung, im Schreiben, in der Lehre und der praktischen Arbeit innerhalb der Kunst – ist ein wesentliches Moment ihrer Praxis. Stakemeier forscht zur Medientheorie und -geschichte der Kunst und Massenkunst seit 1900, zur gesellschaftlichen Rolle und Potentialität freier und angewandter Künste sowie zu den wechselnden Verständnissen von Arbeit und Leben in der Kunst, mit Schwerpunkt im Bereich der Malerei, der Performance und dem bewegten Bild.

 

Seit dem Aufkommen der heute zu einem weltumspannenden Netz ausgewachsenen Gegenwartskunst in den 1960er Jahren, wurde auch die Kunsttheorie mehr und mehr zu einem zentralen Deutungsformat künstlerischer Arbeiten. Um diesen Deutungen nicht passiv gegenüber zu stehen, wurde es nicht zuletzt für Künstler_innen immer dringlicher die eigene Arbeit nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch begreifen zu können. Mehr noch, die Kunsttheorie bietet Künstler_innen die Möglichkeit die Deutung ihrer Arbeiten immer auch in die eigene Hand zu nehmen, die eigene Arbeitsweise durch sie zu erweitern, ihrer Praxis einen theoretischen Anteil zuwachsen zu lassen. Die Kunsttheorie ist eine Praxis des Denkens, des Schreibens, des Sprechens und des Streitens in der und über die Kunst. Die Kunstvermittlung ist das praktische Umgehen mit diesen Auseinandersetzungsformen innerhalb wechselnder Öffentlichkeiten – Öffentlichkeiten die sich auch außerhalb der Kunst befinden.

 

Die Lehre der Kunsttheorie an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg setzt daher beim historischen und systematischen Verständnis grundlegender Begriffe und Kategorien der modernen Künste an, wie etwa der Autonomie, der Autor_innenschaft, der Kategorie des Kunstwerks und der Erschließung seiner ästhetischen Erfahrung. Gleichzeitig begreift sie sich als theoretische Bewegung entlang der, durch die und mit den Künsten der Gegenwart. Kunsttheorie ist hier eine Art Orientierungsdisziplin, die Studierenden der Freien Künste in Malerei, Bildhauerei, Fotografie, öffentlichem Raum und dem Gold- und Silberschmieden eben so offen steht wie denjenigen der Kunstpädagogik und des Grafik Designs, und die insbesondere das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis, Produktion und Rezeption, Geschichte und Gegenwart, Lokalität und Globalität thematisiert, und zwar sowohl in Bezug auf einzelne künstlerische Positionen als auch auf die medialen, kulturellen und politischen Bedingungen ihrer Vermittlung im Ausstellungswesen. Kunsttheorie und Kunstvermittlung sind eine gemeinsame gegenwärtige Praxis ,deren Maßstäbe historisch veränderlich sind – eine Praxis deren Maßstäbe wir selbst historisch verändern können.

 

Ein besonderes Augenmerk liegt in der Lehre der Kunsttheorie und -vermittlung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg hierbei auf der Praxis des Schreibens: Das Schreiben eigener Texte gehört immer mehr zu den Anforderungen, denen junge Künstler_innen unterschiedlichster Bereiche heute entsprechen müssen. In variierenden Schreibübungen, etwa in Essayform, Erzählungen, theoretischen Abhandlungen, Aphorismen und Kritiken soll eine eigene Positionierung zur allgegenwärtigen Kunsttheorie der (Gegenwarts)Kunst im Medium Text gebildet und erweitert werden.

 

 

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