Schmuck ist heute einerseits ein alltägliches Konsumprodukt ohne tiefere Bedeutung geworden, ein Accessoir zur Kleidung, bei dem alle Materialien möglich sind. Andererseits kann Schmuck durch individuelle Gestaltungsumsetzung des Schmuckschaffenden zum Kunstobjekt „heranwachsen“, das als Schmuckstück tragbar sein kann. Die Grenzen des Machbaren setzt sich der Künstler selbst.
Geräte sind in der Gestaltungsmöglichkeit durch ihre erforderliche Funktionalität oftmals stärker eingeschränkt, z.B. brauchen Behältnisse wie Becher oder Schalen ein bestimmtes Volumen. Und doch sind auch hier der individuellen Formensprache des einzelnen Künstlers keine Grenzen gesetzt und formale und funktionelle Experimente möglich.
In der Gold- und Silberschmiedewerkstatt können Schmuckstücke und Geräte, oder Modelle, mit experimentellen und/oder traditionellen Techniken und Materialien hergestellt werden. Es können z. B. Reliefs oder andere plastische Arbeiten aus fast allen Materialien, meistens Metall, gefertigt werden. Die Grenzen zwischen angewandter und freier Kunst sind dabei fließend.
Für Studierende, die aus anderen Studienbereichen kommen, bietet sich zunächst eine Einweisung in die Handhabung der Werkzeuge und Materialien an, für eine Vertiefung der Möglichkeiten gibt es die individuelle Betreuung durch den Fachlehrer.
Kurse:
• Einführung in die Handhabung von Werkzeug und Material, ca. 17 Std.
• Erarbeiten von Wachsformen mit anschließendem Schleuderguss, Fertigstellen der Stücke, ca. 20 Std.
• Erarbeiten eines konkreten Projektes nach Absprache
• Auf Wunsch Einweisung in spezielle Techniken wie z.B. Emaillieren, Ziselieren, erarbeiten von Hohlkörpern aus Metall montiert oder aufgezogen. Hartlöten, Weichlöten, Polieren von Metall und Plexiglas, Arbeiten an der Drehbank, usw.
Termine:
Mo 13 bis 16 Uhr
Di 13 bis 16 Uhr
Do 13 bis 16 Uhr
Kursdauer: 1 Semester
Anzahl der Teilnehmer: 2 bis 3
Weitere Kurse nach Vereinbarung. |