Allgemeine Gestaltungslehre und bildende Kunst
Professor Eva v. Platen
 
 
 
Kunst ist Forschung. Der Bildermacher macht sich ein Bild von der Gegenwart, indem er Wesen und Wirkung von Bildsprache erforscht, indem er das Verhältnis zwischen innerer Wahrnehmung und äußerer Wahrnehmung untersucht.
Beim Klassentreffen und der Arbeitsbesprechung findet kollektive detektivische Arbeit statt. Nötig ist Neugier und ein analytischer, differenzierter Blick.
Bild: Im Zerlegen von Bildern und Bildsprache wird unsichtbares sichtbar gemacht, werden Zusammensetzungen und Elemente entdeckt, können neue Zusammenhänge gesehen werden.
Arbeitsprozess: Wie treffsicher kann der Bildermacher seine künstlerische Position, seine Interessen, Leidenschaften formulieren? Wie sieht es mit der Kontinuität und Konsequenz der experimentellen Arbeit und den dazugehörigen Versuchsaufbauten aus?
Persönlichkeit: Wer effizient denken, forschen und lernen will, muss seine Denk-, Entscheidungs- und Arbeitsprozesse transparent machen und sie zur Debatte stellen. Künstlerische Produktion beinhaltet Selbsterkenntnis-Arbeit.
Selbsterkenntnis erhält man nur im sozialen Kontext.
 
 
Letzte Aktualisierung: 07.02.2012